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Pannonische Landschaft mit sanften Hügeln, wildreiche Wälder, lustig plätschernde Bäche,
auf Felsen ragende Festungen, Burgruinen, kleine Dorfkirchen aus dem Mittelalter und barocke Stimmung atmende Städte...
Vor einem schweren, aber angenehmem Dilemma steht der Reisende, wenn er die westlichen Gegenden Ungarns erkunden möchte, die von den Stürmen der Geschichte mehr verschont wurden, als andere Teile des Landes. Vielleicht haben auch Sie schon diese Landschaft in Richtung
BUDAPEST, Balaton oder eben Österreich bereits auf kürzestem Wege bereist.
MOSONMAGYARÓVÁR
Der vom Westen oder Norden, von Wien oder Pressburg kommende Gast begegnet zuerst
dem Namen
MOSONMAGYARÓVÁR. Das älteste Gebäude der Stadt ist die Burg, die im 13. Jahrhundert auf den Ruinen eines römischen Gebäudes errichtet wurde. Die Büste von Nikolaus Lenau erinnert daran, dass der berühmte österreichische Dichter einige Monate in den damaligen Einrichtungen der heutigen Universität, an der Wirtschaftsakademie verbrachte.
Zwischen MOSONMAGYARÓVÁR und GYÖR erwartet eine geheimnisvolle Landschaft, das von der Donau umspülte Inselland den Besucher. Die fischreiche Gegend des Wasserlabyrinths von Schwemmhügeln, toten Armen, Weihern und winzigen Inseln ist ein Angelparadies. Die wilde Natur bietet ein angenehmes Zuhause für Wald- und Feldtiere. Die Schönheiten des Insellandes lassen sich aus unmittelbarer Nähe, reitend, mit dem Fahrrad oder per Kahn am besten entdecken. Das Schloss von
HEDERVÁR, im Herzen des Naturschutzgebietes des Insellandes, war ursprünglich eine massive Festung. Vor der Maria-Kirche steht eine riesige, siebenhundert Jahre alte Eiche. Neben
DUNAKILITI befindet sich der moderne, aber gleichzeitig romantische Palast unserer Zeit, der "Princess Palace".
Die auch in ihren Dimensionen überwältigende, zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaute römisch-katholische Kirche von
LÉBÉNY zählt zu den bedeutendsten romanischen Denkmälern Ungarns. Im Dorfmuseum kann man Gegenstände und Photos sehen, die Lebensweise der in Wasen (Hanság) lebenden Leute darstellen.
GYÖR
Die von der ungarischen und der österreichischen Hauptstadt in gleicher Entfernung liegende Stadt
GYÖR ist die an Baudenkmalern drittreichste Stadt Ungarns. Man nennt sie auch die
Stadt der Gewässer. Im Laufe der bewegten Geschichte der beim Zusammenfluss von drei Flüssen - der Raab, der Rábca (Nebenfluss der Raab) und der Wieselburger Donau
(Mosoni-Duna) -gegründeten Siedlung waren hier Kelten und Römer. Der erste ungarische König, Stephan der Heilige, erhob sie zum Bischofssitz. Sie wurde von den Tataren überfallen, an den österreichischen Kaiser verpfändet, sie war Eigentum der Türken, sogar auch Napoleon eroberte sie.
GYÖR ist eine wichtige Schulstadt, auch Anyos Jedlik, Erfinder des Dynamos unterrichtete hier. Ein Großteil ihrer geschützten Gebäude befindet sich innerhalb der im 16. Jahrhundert erbauten Stadtmauern.
Am Kapitelhügel stehen sich die Bischofsburg und der mit dem ungarischen Staat beinahe gleichaltrige, im Jahr 1030 gegründete und über Jahrhunderte hindurch erbaute barocke Dom gegenüber. Seine gotische Kapelle bewahrt den Kopf-Heiligenschrank, die Herme des heiligen Ladislaus. Dieses Meisterwerk der ungarischen Goldschmiedekunst wurde anlässlich der Heiligsprechung des Königs angefertigt. Die Schatzkammer ist die zweitgrößte Sammlung Ungarns.
Im Kreszta-Haus wurde die ständige Ausstellung des Kindes der Stadt, der Keramikerin Margit
Kovács, eingerichtet, und auch der ebenfalls in GYÖR geborene Bildhauer, Miklos Borsos, erhielt hier eine eigene Galerie.
Im Rahmen des Internationalen Kulturfestivals "Sommer von GYÖR" empfängt jedes Jahr die wunderschöne natürliche "Dekoration" der barocken Innenstadt das internationale Ballett-, Volkstanz- und Volksmusikfestival sowie das internationale Treffen der Puppen- und Straßentheater. Neben den Auftritten der "Hausherren" - des Balletts von Györ, des Nationaltheaters von Györ und der Philharmoniker von Györ - können sich die Interessenten die Vorstellungen eingeladener Theater- und Musikgruppen ansehen und anhören.
PANNONHALMA
20 km von GYÖR entfernt befindet sich die erste, über tausend Jahre alte, auch noch heute funktionierende
Kirchenanstalt Ungarns, die Abtei von PANNONHALMA. Die ungarische Geschichte "verdichtet sich" hier: Staatsversammlungen, Friedensverhandlungen, ein abgewiesener Angriff der Tataren, innere Wirren des Arpadenhauses, türkische
Herrschaft (*Info*), große Brände und Wiederaufbau - all diese Ereignisse kamen hier vor.

Mit Recht wurde die Gebäudegruppe der "Hochburg" der ungarischen Benediktinermönche durch die
UNESCO zum Teil des Weltkulturerbes erklärt, da diese ein wahres kunsthistorisches "Bilderbuch" ist. Eine lebendige Illustration der Entwicklung der europäischen Kunst von der romanischen Zeit bis zum Klassizismus.
Der Besichtigung der Abtei und ihrer unschätzbaren Werte sollte man mindestens einen Tag widmen. Die ältesten Teile der Abteikirche befinden sich in der Unterkirche. Der Legende nach war der hier stehende Abtthron der Sitz Stephans des Heiligen (der erste König Ungarns). Der erste Katalog ihrer einzigartigen Bibliothek stammt aus dem Jahre 1090. Heute befinden sich hier mehr als 250.000 Bücher. Das Archiv bewahrt die im Jahre 1001 von Stephan dem Heiligen erhaltene Privilegienurkunde des Klosters sowie die von 1055 stammende Stiftungsurkunde der Abtei von
TIHANY
/ Siehe Balaton Nord - Halbinsel Tihany /
Dieses
Dokument enthält die ältesten geschriebenen Wörter der ungarischen
Sprache. Das Arboretum der Abtei bietet andere, aber ebenfalls
Augen und Seele erfreuende, Sehenswürdigkeiten
Die Sehenswürdigkeiten der Erzabtei können nur in Begleitung eines Fremdenführer besichtigt werden. Während der Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen gibt es in der Basilika keine Führungen
DIE SEHENSWÜRDIGKEITEN DER ERZABTEI:
Basilika und Krypta aus dem 13. Jh. Kreuzgang aus dem 15. Jh. Bibliothek aus dem 19. Jh. Ausstellung und Galerie. Die Kapelle der Heiligen Jungfrau aus dem 18. Jh. Das Millennium-Denkmal aus dem Jahre 1896.
Führungen:
12.November - 20. März
Täglich außer Montag in ungarischer Sprache
10:00 - 11:00 - 13:00 - 14:00 - 15.00 Uhr
21. März- 31. Mai und 01. Oktober- 11. November
Täglich außer Montag in ungarischer Sprache
09:00 - 10:00 - 11:00 - 13:00 - 14:00 15:00 - 16:00 Uhr
Täglich außer Montag in Fremdsprachen
11.00 und 13:00 Uhr
01. Juni - 30. September
Täglich in ungarischer Sprache
9, 10, 11, 12, 13, 14, 5, 16, 17 Uhr
Täglich in Fremdsprachen
11:00 und 13:00 Uhr
BÜRO DER FREMDENFÜHRUNG
H-9090 Pannonhalma Vár 1.
Tel.: 0036-96 570-191 |
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SOPRON
SOPRON, nach BUDAPEST die an Baudenkmälern zweitreichste Stadt Ungarns, hat 1975 die internationale Anerkennung des Denkmalschutzes, den Europa-Preis erhalten.
Ihre Bürger unterstützten die Entwicklung der Stadt mit Fachkenntnissen von hohem Niveau und Mäzenatentum. Die Gewitter unserer Geschichte verschonten die Stadt, so bietet sie zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten an.
Das Fundament des Wahrzeichens der Stadt, des Feuerturms wurde in der römischen Zeit gelegt. Sein Unterbau wurde in romanischem Stil, sein Mittelteil im Renaissancestil und die Turmhaube in barockem Stil erbaut. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche namens
Kecsketemplom (Ziegenkirche) diente auch als Sitz von Staatsversammlungen und Krönungen. Die mittelalterliche alte Synagoge fungiert heute als Museum. Im Storno-Haus kann man das durch Ferenc Storno, Kaminfeger, Maler, Restaurator und Kunstsammler schweizerischer Herkunft gegründete Museum besichtigen.
Die Sammlung der Katholischen Kirchenkunst ist in der Ursula-Kirche, die Evangelische Sammlung im evangelischen Pfarrhaus und die wunderschöne mittelalterliche Madonna-Statue in der Sankt-Michael-Pfarrkirche zu sehen. In
SOPRON findet man auch eine solche Kirche, die eigentlich nicht existiert. Im Hofe des renaissancezeitlichen Eggenberg-Hauses gibt es nämlich eine Sprechbühne aus dem 17. Jahrhundert, als die Lutheraner nur unter freiem Himmel in einem Bürgerhaus beten durften.
SOPRON ist auch wegen des regen kulturellen Lebens eine Reise wert. Aus der reichen
Auswahl zeichnen sich die jährlich im März stattfindenden Frühjahrstage und die im Sommer auf dem Programm stehenden Festspiele von
SOPRON aus. Die Stadt bewahrt treu das Andenken von Franz Liszt, der als neunjähriges Kind sein erstes Konzert hier gab. In
SOPRON befindet sich der älteste öffentliche Park des Landes. Das an den Abhängen des Soproner Gebirges liegende Gebiet "Lövérek" ist das von nach Harz riechenden Nadelwäldern umgebene Villen- und Erholungsviertel der Stadt. Der auf dem Gipfel der Karoly-Höhe, in der Nähe von
SOPRON stehende Aussichtsturm bietet ein prächtiges
Panorama. Unter den Bergen versteckt sich das erste, bis 1952 funktionierende Steinkohlenwerk Ungarns,
BRENNBERGBANYA. Das Bergmuseum der Siedlung erinnert an die ruhmreiche Vergangenheit des Bergwerkes.
NEUSIEDLER SEE (FERTÖ-TÖ) UND WASEN
(HANSÄG)

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Wenn man SOPRON in östlicher Richtung hinter sich lässt, erreicht man eines der ganz besonderen Wildwasserländer Mitteleuropas. Ein Großteil des Sees gehört zu Österreich (der eigentliche Neusiedler See), sein Gebiet in Ungarn macht 82km2 aus. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt 60 bis 70 cm, aber auch am tiefsten Punkt ist das Wasser nur 160 cm tief.
Der See ist von einer abwechslungsreichen Landschaft umgeben und bildet einen Teil der beinahe 20.000 Hektar großen Fertö-Hansag-Naturparkes.
300 nistende bzw. vorüberziehende Vogelarten sind hier zu beobachten, und im See leben etwa 30 Fischarten. Von den Seltenheiten dieser Landschaft soll die Trappe besonders erwähnt werden. Am Ufer des Neusiedler Sees reihen sich Pensionen und Strände;
man kann im Wasser baden, Kanu fahren oder segeln und im Winter auf seinem Eis schlittern.
Die etwa 6km von SOPRON entfernte, neben dem Neusiedler See liegende Siedlung
BALF und die nahe gelegene HEGYKÖ sind ebenfalls für ihre Heilbäder bekannt.
Aus dem von der Steingrube von FERTÖRAKOS stammenden Kalkstein wurden zahlreiche Paläste in
WIEN und SOPRON erbaut. An die ägyptischen Felsengräber erinnernde, riesige unterirdische Säle verzaubern den heutigen Besucher, der sich hier im Sommer auch an Opernvorstellungen erfreuen und vom Hügel der Steingrube aus das Panorama des Neusiedler Sees bewundern kann.
Der Fürst Miklós Esterházy ließ im 18. Jahrhundert einen jede Pracht der Zeit aufzeigenden aus 126 Zimmern bestehenden, wunderschönen barocken Palast in
FERTÖD erbauen. Das Schloss dient heute als Museum, sein nach dem Muster von Versailles errichteter wunderschöner Park ist Naturschutzgebiet.
Weiter bestehende Tradition
Zur Zeit des Fürsten Miklos Esterházy war das Musikleben von Eszterháza, Vorgänger von
FERTÖD, Europa weit berühmt. Sein Kapellmeister war beinahe drei Jahrzehnte lang
Joseph Haydn, der in dem auch heute Besuchern offenen Musikhaus lebte. Das jedes Jahr abgehaltene Haydn-Festival ehrt den großen Meister.
Volkskunstfreuende, sollten auf jeden Fall das Dorfmuseum in FERTÖSZÉPLAK aufsuchen. In
SARRÓD befindet sich das Zentrum des Fertö-Hanság-Naturparkes, die 'Reiherburg'. Von da ausgehend kann der Besucher unter sachkundiger Begleitung Einblick in das Leben des geheimnisvollen Hanság-Gebietes nehmen und auch einigen uralten Haustieren des Karpatenbeckens begegnen.
Nicht weit von hier ist eine der Endstationen der auf einer 4-km-Strecke fahrenden Széchenyi-Nostalgiebahn, die ihre Passagiere nach
NAGYCENK fährt.
Bild
> s. oben
NAGYCENK war der Wohnsitz und das Domänenzentrum eines bedeutenden Staatsmannes des 19. Jahrhunderts, des Grafen lstván Széchenyi. Er schläft seinen ewigen Traum in der Gesellschaft der anderen Familienmitglieder im Széchenyi-Mausoleum, dessen Orgel auch von
Franz Liszt gespielt wurde.
KAPUVÁR war einst vom Moor des Hanság-Gebietes umgeben. Nach der Trockenlegung zog sich der Sumpf nordwärts, aber in der Nähe der Stadt, in den Erlenauen und auf den Sumpfwiesen leben auch heute seltene Tiere und besondere Pflanzen. Im mittelalterlichen Schloss von
KAPUVÁR wurde das Raabland-Museum angelegt, dessen Stolz die reiche Sammlung der örtlichen Volkstracht ist. Aus den Werken des Kindes der Stadt, eines der bedeutenden ungarischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts, Pál Pátzay, wurde eine ständige Ausstellung in der Stadt eingerichtet. In
KAPUVÁR erwartet auch ein sehr bekanntes Heilbad seine Gäste. Beide runden Ecktürme und das Tor des romantischen Döry-Schlosses von Mihályi sind auch heute in ihrer ursprünglichen gotischen Form zu sehen.
In CSORNA, in dem neben der Prämonstratenserkirche stehenden ehemaligen Ordenhaus, kann man heute das Museum besuchen, dessen Volkskunstsammlung besonders wertvoll ist.
SCHMUCKKÄSTCHEN AM FUSSE DER ALPEN
KÖSZEG
In seiner Umgebung ist die Luft frisch und duftend, die Wiesen und Berge sind grün oder eben schneeweiß, im Herbst lassen mehrhundertjährige
Kastanienbäume ihre süße Frucht fallen. Hier begegnen die Alpen der sich sanft erhebenden pannonischen Hügelwelt. Im Städtchen hat fast jedes Gebäude eine eigene Geschichte, sein Bewohner, Bauherr, sein Alter oder seine Funktion charakterisieren es.
KÖSZEG ist ein reelles kunsthistorisches Lehrbuch.
Der Hauptplatz der einst von Mauern umgebenen Innenstadt, der Jurisics-Platz, führt den Besucher mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit zurück. Das Stadthaus mit Schießscharten und Wappenfresken bewahrte seinen gotischen Stil nur teilweise, seine ursprüngliche Funktion erhielt es aber seit dem 15. Jahrhundert. Im Laufe der Stadtbesichtigung kann man etwas in der Sankt-Jakob-Kirche verweilen, die gegen 1405 an der Stelle einer aus dem 13. Jahrhundert stammenden, zerstörten Kirche erbaut wurde. Der Schmuck ihres Hauptaltars ist eine gotische, aus Holz geschnitzte Madonnen Statue. Eines der ältesten mittelalterlichen Wohnhäuser der Stadt ist das Ambrozy-Haus, zu den Hauptmauern des Säulengebäudes zählt auch die mittelalterliche Stadtmauer, Das "Sgraffiti" -Haus erhielt seinen Namen von seiner Fassadendekoration.
AUF DEN SPUREN DER RÖMER, STÄTTEN DES HEILS
SZOMBATHELY
Der "göttliche" Kaiser Claudius gründete in Jahr 43 v. C. eine der nördlichsten Städte seines Reiches, Savaria, den Vorgänger der heutigen Stadt
SZOMBATHELY. Die Stadt ist stolz auf ihre zweitausend Jahre alten Traditionen und pflegt sie auch bewusst. Einer ihrer am sorgfältigsten bewahrten Schätze ist das Iseum, das auf dem Gebiet Pannoniens erschlossene größte Heiligtum des ägyptischen Isis-Kultes. Durch Savaria verlief der das
Baltische Meer und das Römische Reich verbindende berühmte Handelsweg, der Bernsteinweg. Seine auch heute noch sehenswerten, als Sattel verlegten Mosaiksteine, passten einst vollkommen ineinander. Das größte Museum von Transdanubien, das Savaria-Museum enthält auch eine bedeutende römische Sammlung.
Am Ende des 18. Jahrhunderts ist SZOMBATHELY zum Bischofssitz geworden, und zu dieser Zeit erhielt es sein barockes Gesicht. Ein bedeutendes Baudenkmal dieser Zeit ist der monumentale Dom, eine der größten barocken Kirchen Ungarns, aber auch der Bischofspalast und das Priesterseminar sind bedeutend.
Die den Namen von Béla Bartok tragende Musikschule der Stadt wurde mit einem Konzertsaal zusammen in der ehemaligen Synagoge angelegt.
Der See von SZOMBATHELY eignet sich zum angeln und zum Kanu fahren. Seine Umgebung ist eine angenehme Erholungsstätte. In dem hier liegenden Museumsdorf des Komitats Vas stellen auf 11 Gehöften
40 Gebäude das Bauernleben der Wende der 18. und 19. Jahrhunderte, sowie die Baukunst und Wohnkultur der ungarischen, deutschen, kroatischen und wendischen (slowenischen) Dörfer dieses Komitats
dar.
BÜK - BÜKFÜRDÖ (BÜKBAD)
Bildgalerie
Die Golffreunde sollten in Richtung BÜK weiterfahren, wo sich einer der besten Golfplätze Ungarns befindet. Das Schloss Szapáry ist ein bedeutendes Denkmal der barocken Baukunst Westtransdanubiens.
Nordwestlich von BÜK, in BÜKFÜRDÖ (BÜKBAD) suchten die Fasche Rohöl, und sie sind 1950 auf eine 58 Grad Celsius warme Quelle gestoßen. Mit einer Wassermenge von
1.000 Litern pro Minute ist die Quelle von BÜKFÜRDÖ der ergiebigste Thermalbrunnen Mitteleuropas. Heute nehmen die Freibäder und die überdachten Becken, die Hotels sowie die zur Genesung und
Regenerierung dienenden Anlagen mehr als 14 Hektar ein.
/ Weitere Infos über BÜk finden Sie unter Thermalkur und Wellness /
SÁRVÁR
Nicht weit von hier liegt SÁRVÁR, wo 1541 das erste Buch in ungarischer Sprache, das Neue Testament in der Übersetzung von János Sylvester gedruckt wurde. Schmuckstücke des Schlosses Nádasdy sind die aus dem Jahre 1653 stammenden Fresken, die Schlachtszenen aus den türkischen Kriegen
(*Info*) darstellen. Das Nádasdy-Museum im Schloss präsentiert literarische und waffengeschichtliche Seltenheiten. In dem 9 Hektar großen Arboretum von
SÁRVÁR sind neben einheimischen Sumpfeichen, Eschen und Erlen, von der japanischen Magnolie und der Pyramideneiche bis zum im Mai blühenden Rhododendron zahlreiche Wunder der Natur zu bewundern.
Das Kurhotel und das Heilbad von SÁRVÁR machten die Siedlung zu einem weltweit berühmten, anerkannten und beliebten Erholungszentrum.
Das Thermalwasser der 15km von SÁRVÁR entfernt liegenden Siedlung
BORGÁTA ist sowohl zum erfrischenden Baden als auch zur Heilung von Krankheiten des Bewegungsapparates geeignet.
In der winzigen Siedlung BOZSOK liegt der unter Naturschutz stehende gewaltige Park des liebevoll renovierten Schlosses Sibrik in der Nachbarschaft des Waldes von Irottkö. Vom höchsten Punkt des Gebirges von
KÖSZEG, dem 882 m hohen Irottkö bietet sich eine wunderschöne Aussicht.
1997 wurde der auch ungarische und österreichische Gebiete umfassende Naturpark von Irottkö gegründet. Hier wird das Angebot der Region - von den Sehenswürdigkeiten der Natur bis hin zum Weinweg - in einem "Strauß" zusammengefasst, um die Besucher anzulocken.
Oberhalb von CÁK, nach der Besichtigung der Weinkeller und Denkmäler der Volkskunst,
kann man seine Augen ein Weilchen auf den geschützten Edelkastanienbäumen ruhen lassen. Nach dem Besuch der auf dem Sankt-Vid-Hügel von
VELEM an der Stelle einer mittelalterlichen Burg stehenden Sankt-Vid-Kirche und der Wassermühle, führt unser Weg zu einer anderen Kirche weiter.
Das bedeutendste ungarische Denkmal der romanischen Baukunst und Bildhauerei ist die in
JÁK, in der Mitte des Dorfes stehende, schon von weitem grüßende Benediktinerabteikirche aus dem 13. Jahrhundert. Die ursprüngliche Torfüllung der dreischiffigen Basilika erstaunt noch heute den Besucher. Von den Skulpturen sehen einige Apostole mit verstümmelten Gesicht auf die Gäste herunter. Sie wurden wahrscheinlich von den Türken beschädigt, da deren Glauben die Darstellung des menschlichen Gesichtes verbot.
(*Info*)
EINE BESONDERE WELT - DAS ÖRSÉG-GEBIET UND
GÖCSEJ
Die Straßen schlängeln sich durch Nadel- und Buchenwälder sowie durch Hügel und Tälern. Ab und an erscheinen Gruppen von Häusern und man kann nur aus den Wegzeichen auf die
Dörfer schließen. Diese ganz einzigartige, nach Harz duftende Gegend heißt Örség. Das südlich von
KÖRMEND und SZENTGOTTHÁRD liegende, abwechslungsreiche Hügelland ist aus ethnographischer und kultureller Sicht eine besondere Welt.
Die Ahnen der hiesigen Bewohner wurden noch zur Zeit der Landnahme (Jahr 895), zwecks Verteidigung der Grenze, hier angesiedelt. Sie lebten auf den Hügelrücken mit ihren Familien. Von dort beobachteten sie den Feind und verständigten sich mit Brandsignal, wenn sie in der Ferne streifende Truppen entdeckt hatten. In dieser Weise entwickelten sich die auch heute noch vorhandenen sogenannten "Szer"
Siedlungen.
Zusammentreffen verschiedener Kulturen
Der Naturpark Örség-Raab-Goricko stellt das Treffen und Zusammenleben von drei Völkern, drei verschiedenen Kulturen dar. Er bietet eine besondere Möglichkeit zum Vergleich der slowenischen, deutschen und ungarischen-historischen, kulturellen und gastronomischen Besonderheiten.
Der Stadt KÖRMEND wird auch das Tor des Örség-Gebietes genannt. Die Siedlung war wahrscheinlich gleichzeitig mit denen des Örség-Gebietes entstanden. Ihr
barockes Schloss Batthyány erhielt sein heutiges Gesicht mit dem Umbau einer mittelalterlichen Burg im 18. Jahrhundert. Im Schlosspark kann man eine Reihe seltener Pflanzen bewundern.
SZALAFÖ befindet sich schon im "richtigen" Örség-Gebiet. Das auf sieben Hügeln liegende, also aus sieben "Szer" bestehende Dörfchen pflegt seine mittelalterlichen Traditionen. Mehrere der uralten Gebäude stehen auch heute an ihrem ursprünglichen Platz.
PITYERSZER ist der schönste und im besten Zustand erhaltene
"Szer" im Örség-Gebiet. Einige Häuser hier waren richtige Festungen. Die Wohnhäuser und die Wirtschaftsgebäude bildeten eine U-Form, unter ihnen mit dem bereits nur in
PITYERSZER bestehenden so genannte "Kástu", dem zur Lagerung des Kornes, der haltbaren Lebensmittel, sowie der Pressen, Fässer und Geräte dienenden Gebäude. Die vierte Seite war durch eine menschenhohe Planke gesperrt.
In PANKASZ ist der reformierte hölzerne Glockenstuhl mit seinem aus Stroh gebauten Schutzdach ein volkstümlicher Bau aus dem Barock und einer der schönsten Glockenstühle des Örség-Gebietes. Die Töpfertraditionen der ebenfalls "Szer"-Siedlung
MAGYARSZOMBATFA sind dort in einem Museum zu sehen.
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Das erste Selbstporträt Europas
An der nördlichen Mauer der in romanisch-gotischem Stil erbauten römisch-katholischen Kirche von
VELEMÉR hat der deutsche Meister Johannes Aquila neben den biblischen Szenen und den Heiligen auch sich selbst verewigt.
Das ist das erste Künstlerselbstporträt Europas.
Es stammt aus dem Jahre 1377.
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Im Nachbargebiet von Örség, in der etwa siebzig Dörfer umfassenden Region von
Göcsej, siedelte man sich zur Zeit der Landnahme ebenfalls auf den Rücken der Hügel an. An den grünen Abhängen begegnet man heute nur der charakteristischen Siedlungsform. Die Häuser von Göcsej selbst "zogen" in das in ...
ZALAEGERSZEG
...errichtete Dorfmuseum ein, wo man sich mit dem Bauernleben vor 150 bis 200 Jahren vertraut machen kann. Die Gebäude und ihre Einrichtungen wurden aus 22 Dörfern gesammelt. Die ethnographische Sammlung des in einem Jugendstilgebäude befindlichen Göcsej-Museums stellt ebenfalls das Leben der hiesigen Bewohner vor. Das in der Nachbarschaft des Skansens stehende Ungarische Öl-Museum macht den Besucher mit der Geschichte der ungarischen Erdöl- und Erdgasforschung und mit deren Gerätschaften bekannt.
In NAGYKANIZSA erwartet das Thury-Museum mit einer reichen ethnographischen und archäologischen Sammlung seine Besucher.
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Ein komischer Wink des Schicksals:
Das Taufbecken der Pfarrkirche der Unterstadt entstand aus dem Grabstein des letzten Paschas
(Türkische Herrscher) von Kanizsa, Mustafa.
(*Info*)
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Das Wasser des Heilbades der im Kerka-Tal liegenden Siedlung LENTI ist zur Heilung von Beschwerden des Bewegungsapparates geeignet. Vier Freibäder und drei überdachte Becken erwarten auch diejenigen, die sich nur nach einer Erfrischung sehnen.
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Liebe Leser!
Wenn Sie unsere
Landesvorstellung lesen, werden Sie mehrmals Begriffe, wie “Türkenzeit“
und „Arpadenzeit“ treffen.
Eine kurze Erklärung dazu:
Arpad Fürst (Arpadenzeit) war der erste Landoberst, der die Magyaren (Ungaren)
im Jahr 895 nach Ungarn geführt hat.
Die Türkenzeit ist eine lange Periode zwischen 1526 und
1686. Das Osmanische Reich (heute Türkei) hat sein
Territorium Richtung Europa (zeitweise bis Wien) erweitert. Während
diese Zeit wurde im Ungarn ständig Krieg gegen die Türken, - die den südlichen
und östlichen Landesteil belagert haben – geführt. Aus dieser
Zeit stehen noch heute einige Baudenkmäler, wie Minaretten, Türkische
Bäder etc. in Ungarn.
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